diDem bedeutet …*

Wir unterstützen Berliner Berufsschulen, positive Demokratieerfahrungen im Schulalltag zu fördern und Diskriminierung entgegenzuwirken. Dabei konzentrieren wir uns auf längerfristige und nachhaltige Entwicklungen.

Aktuell liegen unsere Schwerpunkte in folgenden Bereichen:

1 Entwicklung von Diskriminierungsschutzkonzepten

Alle Berliner Schulen sind verpflichtet, Schutzkonzepte zu erstellen, die mindestens Schutz vor sexualisierter Gewalt bieten sollen – eine sehr wichtige und nicht einfache Aufgabe!

Wir haben ein neues Verfahren entwickelt, das bisherige Schutzkonzepte erweitert und alle Diskriminierungsformen einschließt. Dabei achten wir auf größtmögliche Beteiligung der gesamten Schulgemeinschaft.  

Dieses Verfahren haben wir bereits in Einrichtungen erprobt und unterstützen aktuell mehrere Berliner Berufsschulen bzw. Fachschulen und Oberstufenzentren.

2 Schüler:innen und Auszubildende als Antidiskriminierungs-Buddies

Bei den Antidiskriminierungs-Buddies handelt es sich um einen neuen Peer-to-Peer-Ansatz. Schüler:innen und Auszubildende werden von uns fortgebildet und begleitet, um bei Diskriminierungsvorfällen zu beraten und zu unterstützen. Es werden Anlaufstellen in den einzelnen Berufsschulen geschaffen, an die sich betroffene Schüler:innen vertrauensvoll wenden können, um ihre Erlebnisse zu teilen und ggf. weitere Schritte zu gehen. 

Die Antidiskriminierungs-Buddies werden von uns auch nach ihrer Fortbildung regelmäßig gecoacht und erhalten je nach Bedarf gezielte weitere Unterstützung.

3 Begleitung von Initiativgruppen

Wir begleiten Initiativgruppen einzelner Berufsschulen, die sich im Bereich diskriminierungskritischer Demokratieentwicklung auf den Weg machen möchten. 

Solche Initiativgruppen bestehen möglichst aus Vertreter:innen verschiedener schulischer Gruppen (Lehrkräfte, Ausbilder:innen, Schüler:innen / Auszubildende, weitere pädagogische Fachkräfte und Schulsozialarbeit, Schul-/Abteilungsleitung, ggf. Verwaltung und technisches Personal).

Gemeinsam finden wir heraus, welche Ziele in der jeweiligen Berufsschule verfolgt werden sollen, wie möglichst viele Perspektiven einfließen können und welche konkreten Maßnahmen geeignet sind, um Entwicklungen in Gang zu bringen.

4 Beratung 

Gerne beraten wir auch Einzelpersonen und Kleingruppen, die auf der Suche nach Ideen oder Lösungsansätzen sind. Die Anliegen können vielfältig sein. Sie können sich zum Beispiel auf konkrete Diskriminierungsvorfälle in der eigenen Schule oder in Ausbildungsbetrieben beziehen. Oder es kann um Vorhaben im Bereich von Beteiligungsfragen und Demokratieentwicklung gehen.

Wir können uns gern für ein Gespräch (am Telefon, online oder vor Ort) verabreden. 

5Fortbildung

In der Regel sind Fortbildungen in längerfristige Entwicklungsprozesse von Berufsschulen integriert, die wir begleiten und beraten. Wir schauen dann gemeinsam mit den einzelnen Einrichtungen, welche Bildungsmaßnahmen an welcher Stelle und mit welchen Zielgruppen sinnvoll erscheinen.  

Einzelne einmalige Fortbildungen sind die Ausnahme und werden von uns nur dann angeboten, wenn sie weitere Entwicklungen anstoßen sollen. 

während der Entwicklung von Diskriminierungsschutzkonzepten

Sie haben Interesse an einer Zusammenarbeit
oder sehen Unterstützungsbedarf an Ihrer Berufsschule?

Dann kontaktieren Sie uns.

Diskriminierungskritische Demokratieentwicklung
in Berliner Berufsschulen

Ihre Ansprechpartnerin: Dorothea Schütze

diDem ist ein Projekt von:

I.D.E – Institut für Demokratieentwicklung

Ein wesentlicher Arbeitsschwerpunkt des I.D.E liegt in der „Demokratischen Schulentwicklung“ einem spezifischen Organisation­sentwicklungskonzept, bei dem es um den Auf- bzw. Ausbau von demokratischen Strukturen und Gestaltungsräumen geht. Dieser Schulentwicklungsansatz soll den Dialog unter schulischen Akteur:innen fördern, positive Demokratieerfahrungen ermöglichen und präventiv gegen demokratiefeindliche Tendenzen in der Gesellschaft wirken. Wesentlich hierfür sind ein diskriminierungskritisches Vorgehen sowie der Abbau möglicher Barrieren, um eine größtmögliche Beteiligung und Vielfalt an Perspektiven in den schulischen Entwicklungsprozessen zu gewährleisten.

Das Projekt diDem wird gefördert durch das Berliner Landesprogramm „Demokratie. Vielfalt. Respekt. Gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus“ der Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung.